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Ob Personen- oder Sachschaden - bei jedem Verkehrsunfall handelt es sich um ein für die Betroffenen mehr oder weniger stark belastendes Ereignis. Bei einem statistisch alle 15 Sekunden stattfindenden Unfall mit Sachschaden ist die Gefahr in einen Unfall verwickelt zu werden real. Verkehrsunfälle führen oft zu menschlichem Leid und verursachen erhebliche volkswirtschaftliche Schäden – nach Schätzung der Bundesanstalt für Straßenwesen 2013 rund 32,5 Milliarden Euro.

Unter straf- und zivilrechtlichen Aspekten (Verursachung, Vermeidbarkeit, Schadenersatz) und zur Erhöhung der Rechtssicherheit ist es deshalb häufig geboten, Unfallhergänge möglichst genau zu rekonstruieren. Diese Aufgabe wird von einem speziell ausgebildeten Personenkreis, den Unfallanalytikern oder auch Sachverständigen für Straßenverkehrsunfälle erfüllt. Die Analyse von Verkehrsunfällen durch ausgewiesene Experten hat in Deutschland eine lange Tradition. Die ersten öffentlichen Bestellungen und Vereidigungen von Sachverständigen für Straßenverkehrsunfälle liegen bereits etwa 45 Jahre zurück.

Mit den folgenden Seiten laden wir Sie ein, sich einen Überblick über das Themengebiet der Unfallanalyse und der Arbeit des Unfallanalytikers zu  verschaffen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ereigneten sich 2017 in Deutschland etwa 2,6 Millionen Verkehrsunfälle, davon etwa 2,3 Millionen Unfälle mit Sachschäden – Tendenz  steigend (+2,0% im Verglich zu 2016). Dagegen nahm die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, um 2,3% auf 301.200 Unfälle ab. Die Anzahl der im Straßenverkehr Getöteten geht seit Jahren zurück und erreichte 2017 mit 3.177 Personen einen historischen Tiefstand    (-0,9% im Vergleich zum Vorjahr). Die Zahl der Verletzten ging um 2,1% zurück und betrug 2017 ca. 388.200 Personen (Grafik). Jeden Tag werden durchschnittlich mehr als 1.000 Verkehrsteilnehmer bei einem Unfall verletzt – davon 9 so schwer, dass sie an den Folgen sterben.

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